Architecture Blueprints

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Daniel Liebhart et. al, Hanser-Verlag, 2007. Positive Überraschung: Gelungen!

Ich war positiv überrascht - die Autoren steigen praktisch ohne Vorrede direkt in die Materie "Architekturvorlagen" ein - für LeserInnen ohne Vorkenntnisse definitiv nicht geeignet. Für Leute mit etwas Erfahrung empfand ich die zusammenfassende Darstellung jedoch gut - so habe ich als Software-Architekt zumindest mal einen Einstiegspunkt, auch auf evtl. unbekanntem Terrain.

In Kapitel 1 versuchen die Autoren eine Tour-de-Force durch (fortgeschrittene) Entwurfsansätze - Sie finden eine sehr kurze Zusammenfassung der Fowler'schen "Patterns for Enterprise Application Architecture", zusammen mit einem Kondensat von "Domain Driven Design". Das Kapitel fand' ich sehr lesenswert, es gibt gute Überblicksinformation, macht neugierig auf mehr...

Die Spring, .NET und Oracle-Blueprints lesen sich flüssig und sind aus meiner Sicht eine gute Ergänzung zur Originalliteratur der jeweiligen Technologien.

Einzig das SOA-Kapitel schmeckte mir gar nicht - kein REST, keine kritische Auseinandersetzung mit dem (umstrittenen!) Konzept des ESB...

Insgesamt aus meiner Sicht ein lesenswertes Buch - ich habe keine ähnliche Zusammenstellung von Themen gefunden (auch nicht in der englischen Literatur).

Documenting Software Architectures: Views and Beyond

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Paul Clements, Felix Bachmann, Len Bass: Motivierend, gründlich, teilweise praxifern.

Das Buch versucht die Frage zu beantworten, wie Sie in IT-Projekten die Software-Architekturen aufschreiben sollen. Motivierend und gründlich beschreiben die Autoren im ersten Teil die Grundlagen effektiver Architekturdokumentation.
Anschliessend wird der Ansatz der (SEI-)Autoren dann etwas akademisch detailliert. Für die Praxis fehlen konkrete Vorgaben und Beispiele - die vorgeschlagenen Views benötigen eine Menge Anpassungen, um in Projekten anwendbar zu werden. Fazit: Interessant, aber nur mit viel Eigenaufwand umsetzbar. (GSt).


Software Architecture in Practice

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Len Bass, Paul Clements, Rick Kazman: Ein Klassiker - aber...

Die Autoren schaffen am renomierten Software- Engineering Institute der Carnegie-Mellon University und haben für diese zweite Auflage (2003) das Buch nochmals deutlich erweitert. Besonders nützlich fanden wir die Behandlung der qualities, landläufig als nichtfunktionale Anforderungen bezeichnet. Bass und Co. beschreiben dazu eine Reihe hilfreicher Quality Tactics.

Die Beispiele (Flight Simulation, Air Traffic Control) sind lesenswert, deren Ansätze jedoch nur schwer in eigene Projekte übertragbar.
Leider fehlen an vielen Stellen konkrete Ratschläge, wie Software- Architekturen wirklich entstehen sollen.

Insgesamt schimmern an vielen Stellen die gigantischen Budgets der US-amerikanischen Militärprojekte (Sponsoren des SEI) durch - Geld (und Aufwand) spielen kaum eine Rolle - Perfektion kommt an erster Stelle... für die (kommerzielle) Praxis häufig nicht umsetzbar.

SOA Expertenwissen: Konzepte, Methoden und Praxis serviceorientierter Architekturen

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Gernot Starke, Stefan Tilkov (Hrsg), dpunkt, 2007.

Fast 900 Seiten geballtes Wissen, um Ihre Meinungsbildung zum (kontroversen!) Thema "Serviceorientierte Architekturen" zu fördern.
Hierin finden Sie zu allen wesentlichen Themenbereichen fundierte und praxisnahe Beiträge (ok - dieser Satz enthält ein wenig Eigenwerbung).

Practical Common-Lisp

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Peter Seibel: Tolles Buch - So sollten Programmierbücher beschaffen sein!

Warum ich (Gernot Starke) mich mit Lisp abgebe? Weil das eine hervorragende Programmiersprache ist, mit riesigem Cool-Faktor und guten Rapid-Prototyping Eigenschaften.

Peter Seibel zeigt praktische Beispiele auf - etwa MP3 File-Parser, Streaming-Internet-Server und Tag-Editor. Ausserdem finden Sie im Buch einen ziemlich guten Unit-Test-Framework - in übermütigen 26 Zeilen Lisp.
Tolles Buch - ich habe dafür mein (zugegeben - über 20 Jahre altes) Lehrbuch von Stoyan-Görz kurzerhand in den Papierkorb geworfen...
(Übrigens liefert Amazon, entgegen dem Bild der deutschen Website, auch die korrekte zweite Auflage!)

Ähnlich gut geschrieben finde ich das Groovy-Buch von Dierk König et. al... jedoch besitzt Lisp als Sprache natürlich den höheren Cool-Faktor...
(obwohl sie Lisp in der Praxis nahezu nirgendwo einsetzen können, leider).

Agilität kompakt - Tipps für praktische Systementwicklung

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Peter Hruschka, Chris Rupp, Gernot Starke: Kurzeinführung, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

An diesem Buch haben 8 AutorInnen mitgewirkt und ihre spezifischen Erfahrungen mit agilen Methoden in Kurzform dargestellt. Das Buch komprimiert und bewertet insbesondere die bekannten Agility-Ansätze wie eXtreme-Programming, Scrum und Crystal und fasst die wesentlichen Erfolgsfaktoren agiler Projekte zusammen.

Darüber hinaus hat einer der Gurus vernetzter Organisationen, Dr. Thorsten Janning (kegon AG), hier die Brücke zwischen Agilität und Organisation geschlagen - eine faszinierende Parallelität.

Insgesamt so kompakt (und kurz), dass selbst gestresste Topmanager hier mal in Kurzform nachlesen können, warum agile, iterative Methoden Erfolg nicht nur versprechen, sondern auch liefern können...

Requirements Engineering: Grundlagen, Prinzipien, Techniken.

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Klaus Pohl, dpunkt, 2007. Gründlich, fundiert, umfangreich - und praxistauglich.

Endlich gibt's auf dem deutschen Büchermarkt ein Pendant zum (ebenfalls hervorragenden) RE-Buch der Sophisten: Klaus Pohl, renommierter Professor der Uni Duisburg-Essen sowie wissenschaftlicher Direktor des Software-Engineering Research Center (Lero) Irland, hat sein fundiertes (und praxiserprobtes!) Wissen als Buch herausgebracht: stolze 740 Seiten geballte "RE-Kraft".

Mir gefällt der hohe Stellenwert, den sowohl "Ziele" wie auch "Szenarien" in seinem Werk erhalten - beide für meine (ausschliesslich praxisgeprägte) Sicht extrem wichtig.

Die drei "Kernaktivitäten" (Dokumentation, Gewinnung, Übereinstimmung) treffen den Kern der Sache - leider sind alle drei mit erheblichen "sozialen und kommunikativen" Aufwänden verbunden, die der "durchschnittliche" Informatiker kaum zu leisten im Stande ist (in dieser Hinsicht finde ich das Sophisten-Buch geeigneter...).

Meiner Meinung nach sollte das Kapitel "Assistenztechniken zur Gewinnung", in dem Hr Pohl über Brainstorming, Mindmaps etc. berichtet, zu Pflichtfächern aller IT'ler gehören - dieses Kapitel hätte allerdings mehr Raum (und bessere Beispiele) verdient.

Also: Sehr viel Stoff - für zeitgeplagte Analytiker mitten-im-Projekt vielleicht etwas "starker Tobak".

Vergleichbar: das genannte RE-Buch der Sophisten (Chris Rupp et.al) - noch näher an der Praxis, und schon in der fünften Auflage verfügbar. Echte RE'ler sollten beide besitzen (und gelesen haben). Englisch: Die Bücher der Robertsons (atlantic systems guild) - dito!

Requirements Engineering und -management

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Chris Rupp und die Sophisten: Chris Rupp und die Sophisten sind ja bereits mit ihren früheren Auflagen als "Standardwerk" des Requirements-Engineering bekannt geworden - völlig zu Recht, wie ich finde.

Die neue Auflage kommt in der (ebenfalls neuen) Hanser-Spezialbindung daher -
das macht "haptisch" einen positiven Unterschied aus.

Inhaltlich sind eine Menge Expertenboxen und "kleine" Verbesserungen dazugekommen - auch das fällt mir positiv auf.

Vergleichbare Werke: Auf dem deutschen Markt kommt meiner Meinung nach kein anderes Buch an die Praxisnähe der Sophisten heran. Klaus Pohls "Requirements Engineering" (dpunkt) ist inhaltsschwer - aber kommt aus der akademischen Ecke (ernsthafte Analytiker sollten beide gelesen haben).

Auf dem englischen Markt sind immer noch die Robertsons (Atlantic Systems Guild) Vorreiter der Literatur.

Chris Rupp und die Sophisten sind ja bereits mit ihren früheren Auflagen als "Standardwerk" des Requirements-Engineering bekannt geworden - völlig zu Recht, wie ich finde.

Die neue Auflage kommt in der (ebenfalls neuen) Hanser-Spezialbindung daher -
das macht "haptisch" einen positiven Unterschied aus.

Inhaltlich sind eine Menge Expertenboxen und "kleine" Verbesserungen dazugekommen - auch das fällt mir positiv auf.

Vergleichbare Werke: Auf dem deutschen Markt kommt meiner Meinung nach kein anderes Buch an die Praxisnähe der Sophisten heran. Klaus Pohls "Requirements Engineering" (dpunkt) ist inhaltsschwer - aber kommt aus der akademischen Ecke (ernsthafte Analytiker sollten beide gelesen haben).

Auf dem englischen Markt sind immer noch die Robertsons (Atlantic Systems Guild) Vorreiter der Literatur.

Domain-Driven Design

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Eric Evans, Addison-Wesley, 2005. Teils genial - aber stellenweise langatmig.

Dieses Buch gehört für mich zu den "Klassikern" - weil Evans als erster Autor die Kluft zwischen Analyse und Architektur/Implementierung mal gründlich und systematisch bearbeitet!

Seine "Building Blocks of Domain Driven Design" (Entities, Services, Repositories, Factories etc.) zeigen endlich mal einen systematischen Weg von fachlichen zu technischen Klassenmodellen auf - sehr lesenswert!

Leider fällt der zweite Teil des Buches doch sehr ab - da wird der Stoff anekdotenhaft und teilweise zusammenhanglos. Diese Hälfte hätte Evans besser schreiben können (da springt dann Jimmy Nilson mit seinen DDD-Patterns in die Bresche!)

Fazit und vergleichbare Bücher: Die frei verfügbare Kurzfassung von A. Avram von infoQ ist ein allzu stark gekürzter Abklatsch der (faszinierenden) Thematik - aber zum ersten Einstieg reicht es sicherlich aus. Wer modelliert, sollte das Original lesen.

Beautiful Code (Theory in Practice)

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Andrew Oram, O'Reilly: Zwischen Genial und Langweilig

Wie das mit Sammelwerken verschiedener Autoren manchmal so ist: Das Spektrum der Qualitäten ist riesig: Manche Beiträge lesen sich spannend, andere sehr zähflüssig. Einige bestehen zum grossen Teil aus Codelistings (fand' ich weniger gut), andere erläutern wenige (gute!) Zeilen (fand ich grossartig).

Insgesamt aber positiv: über 30 Top-Autoren, vielseitige Themen, einige Perlen... Mit über 550 Seiten ist garantiert für jeden Quellcode-affinen Leser etwas passendes dabei. Von einigen Beiträgen (z.B. Alberto Savoia, Beautiful Tests) war ich begeistert, andere (z.B. Charles Petzold, On-The-Fly Code Generation for Image Processing) wirkten für mich wie Schlaftabletten.

Fazit: War meist nett zu lesen. Kein "Must-have", am besten ausleihen...

Enterprise Architecture as Stragegy: Foundation for Business Execution

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Jeanne Ross: (**) VERY high level - konkrete Tipps für eigenes Vorgehen fehlen.

Richtig - absolute Top-Autoren, recht gut geschrieben.
Aber: Auch Enterprise-IT Architekten brauchen Ratschläge. Und hier hört das Buch leider zu früh auf - nämlich bei den wirklichen Tipps. Ratschläge der Form "define your operating model" und "design your enterprise architecture" bleiben doch arg grob...

Einige Praxisberichte hellen hier etwas auf - insgesamt jedoch habe ich mich nach dem Lesen gefragt "und nun?"

Vergleichbare Werke: Sowohl Gernot Dern (Management von IT-Architekturen, Vieweg 2006) als auch Wolfgang Keller (IT Unternehmensarchitektur, dpunkt 2006) bieten hinsichtlich Praxisnähe und Umsetzbarkeit unvergleichlich viel mehr. Zwar haben die beiden keinen Professorentitel, dafür aber jede Menge Praxiserfahrung...

Das "IT-Governance" Buch von Ross/Weill schlägt in die ähnliche thematische Richtung, ist jedoch um Längen besser als dieses hier.

Fazit: Ich (GSt) hab's wegen der Autoren gekauft - und bin enttäuscht. Keine Empfehlung.

Soft Skills für Softwareentwickler

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Uwe Vigenschow et. al, dpunkt 2007: Warum mussten wir IT'ler nur soo lange auf ein solches Buch warten?

n der Praxis der IT-Projekte herrscht Einigkeit über das ständig wiederkehrende Problem des "menschelns", der positiv- wie negativen Bedeutung sozialer Faktoren. Jedoch, so meine persönliche Beobachtung, herrscht ebenfalls einheitliche Resignation vor diesem, für uns IT'ler doch sehr komplexen, Thema vor. Sprich: Kaum ein Software-Architekt oder -Entwickler hält es für nötig, sich diesem (oft unbequemen) Thema zu stellen, seine (oder ihre) persönliche Kommunikationskompetenz zu verbessern.

Unternehmen, die ihre Kommunikationskultur aktiv pflegen, wickeln nach meiner Erfahrung auch bessere IT-Projekte ab. Die Autoren haben ganz hervorragende Arbeit geleistet: Locker aufgemacht, prima illustriert, eingängig: Hoher Nutzwert, hoher Wiedererkennungswert in (meiner eigenen) Praxis.

Allein der Abschnitt über Fragetechniken sollte zum Standardrepertoire jeglicher IT-Verantwortlichen gehören (und dazu gehören eben auch Architekten und Entwickler - auch die tragen Verantwortung!).

Insgesamt hochgradig empfehlenswert. Einzelne Abschnitte finde ich persönlich überflüssig (z.B. den Teil zu SOA.. der hat hier nichts verloren, finde ich).

Fazit: Kaufen und lesen, wenn Sie selbst besser kommunizieren möchten.

Leider fehlt vielen IT'ler halt das Bewusstsein für das Thema. Und daran kann leider ein Buch auch nichts ändern.

IT-Unternehmensarchitektur: Von der Geschäftsstrategie zur optimalen IT-Unterstützung

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Wolfgang Keller: "Must-Have" für Enterprise-Architekten.

Der Untertitel verspricht "von der Geschäftsstrategie zur optimalen IT-Unterstützung" - und genau das hält Herr Keller ein: Er zeigt (übrigens hervorragend strukturiert!) die Sicht eines IT-Vorstands auf und was Enterprise-Architekten tun sollten. Eingestreut hat er viele Tipps aus seiner eigenen Praxiserfahrung.

Das Buch führt die benötigten Begriffe in einer angemessenen Tiefe ein, enthält Fallstudien und ist obendrein noch in einer klaren Sprache geschrieben - so wünsche ich mir Fachliteratur. Ein "Muss" für den Bücherschrank ernsthafter Enterprise-Architekten.

Ein (winzig kleiner) Punkt passt für mich nicht: Der Abschnitt über Softwarekartografie (der stammt auch nicht aus der Feder von Wolfgang Keller, sondern von drei Autoren der Uni München). Deren Modellierungsansatz finde ich nur mittelmässig praxistauglich...)

Die Alternative: "Management von IT-Architekturen" von Gernot Dern: Hat von mir ebenfalls 5 Sterne bekommen - ganz anderer Stil und andere Betrachtungsweise. Mein Tipp: Beide kaufen, beide lesen.

(und wo ich schon bei Tipps bin: Herr Keller hat auch ein Buch über Enterprise-Application-Integration geschrieben - das ist im Zeitalter von SOA immer noch sehr empfehlenswert!)

Risikomanagement kompakt.

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Christof Ebert. Praktischer als "Bärentango"- klasse Einführung!

Eine gründliche und aus meiner Sicht sehr praxistaugliche Darstellung von Risikomanagement. Präzise und angenehm kompakte Lektüre für den vielbeschäftigten IT-Projekt'ler - klare Kaufempfehlung.

Ich bin ebenfalls sehr angetan von DeMarco/Listers "Bärentango" (Hanser Verlag, 2003) - eine locker-flockige Darstellung von Risikomanagement... die aber weniger gründlich wirkt (und im Vergleich zu anderen DeMarco-Büchern teilweise etwas langatmig ist).

Enterprise SOA: Concepts, Challenges, Recommendations.

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James McGovern: Praxisfern, schlampig gemacht: Grausig!

Sich selbst loben die Autoren als Industry Thought Leader - tatsächlich mag das sogar stimmen, jedoch nervt spätestens bei der dritten Wiederholung dieser Phrase das Eigenlob doch beträchtlich. Aus meiner Sicht stellen die Autoren ohne wirklichen Zusammenhang aus dem SOA-Kontext willkürlich einige Aspekte vor. Warum beispielsweise die komponentenorientierte Software-Entwicklung (Kapitel 2) oder die Diskussion von Software-Qualitätsmerkmale (Anhanb B) breiten Raum einnehmen und Themen wie Service-Design völlig fehlen, bleibt offen. Und daß Kapitel 3 (Orchestration) den mindestens ebenso wichtigen Begriff der Choreography praktisch ignoriert, statt dessen aber willkürliche Syntaxemelente von BPEL in epischer Tiefe erläutert, finde ich unpassend. Schließlich missfällt, dass die im Untertitel (recommendations) versprochenen Ratschläge im Buch fast völlig fehlen.
Allerdings: Der Teil über SOA-Sicherheit fällt (positiv) aus diesem Rahmen ? eine wohlstrukturierte und inhaltlich brilliante Darstellung des Themas ?Sicherheit? ? allein dafür lohnt das Buch die Anschaffung für die Firmen-Bibliothek.
Obendrein stimmen diverse Querverweise im Buch nicht - finde ich schlampig.

Insgesamt: Finger davon lassen.

Service-Oriented Architecture: Concepts

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Thomas Erl, Prentice Hall, 2004: Höchstens passable Einführung - teils brauchbar, teils (sehr!) verworren!

Ein Wälzer, vollgepackt mit (meist technisch anmutenden) Informationen. Zu praktisch allen Aspekten von SOA, Web-Services und XML beschreibt Thomas Erl die aus seiner Sicht wesentlichen Aspekte. Dennoch bleibt am Ende der Lektüre die Frage: Was hat?s gebracht? Mir fehlen praxistauglichen Ratschläge und die Transparenz seiner (teilweise eigenwilligen) Argumentationen. Viel Platz wird meiner Meinung nach durch großflächige aber nichtssagende Diagramme vergeudet.

Insgesamt aus meiner Sicht zwiespältiges Werk, dass sich zur Vervollständigung einer SOA- oder Web-Service Bibliothek allein aufgrund der Breite der dargestellten Themen aber auf jeden Fall anbietet. Thomas Erl bleibt an vielen Stellen leider plakativ. Für das Top-Management ist das Buch zu dick, für IT'ler zu oberflächlich.

Ich würde das Buch wieder kaufen - aber eine echte Empfehlung ist es auch wieder nicht.. Und die drei Sterne sind in guter Laune vergeben :-)

Viel besser: Krafzig &Co. (Enterprise SOA)..

The Art of Systems Architecting

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Mark W. Maier, Eberhardt Rechtin: Gehört zu unseren all-time-favorites.

Die Autoren haben wirklich große Systeme gebaut und diskutieren über allgemeine Prinzipien des Systementwurfs.
Lesenswert und hilfreich - wenn auch viele der Heuristiken sehr allgemeinen Charakter haben, so sind sie dennoch richtig (und wert, ab- und-zu beachtet zu werden!!)

Applied Software Architecture

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Christine Hofmeister, Robert Nord, Dilip Soni: (Theoretisch angehauchtes) Grundlagenwerk...

Die Autoren, Mitarbeiter der Siemens AG, stellen hauptsächlich ein System von Architektursichten vor, um Architekturen zu beschreiben. Damit schaffen Sie wichtige begriffliche Grundlagen, die jedoch aufgrund der (aus unserer Sicht eher hinderlichen) methodischen und notationellen Strenge etwas an der Praxis vorbeigehen.

Betrachten Sie das Buch als Grundlagenwerk, weniger als Praxislehrbuch, dann wird es Ihnen sicherlich weiterhelfen.

Patterns of Enterprise Application Architecture

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Martin Fowler, Matt Froemmel. Ein Klassiker - must-have!

Wenn Sie Enterprise Architekturen entwerfen oder entwickeln, dann werden Sie von dieser Zusammenstellung von Muster profitieren können.
Fowler verzichtet auf eine rigorose Pattern-Schablone sondern geht dafür auf ganz praktische Entwicklungsprobleme ein. Wir nehmen angesichts konkreter Entwurfsprobleme dieses Buch immer mal wieder zur Hand.

Eine hervorragende Ergänzung zum "Domain-Driven Design" von Eric Evans.

Process for System Architecture and Requirements Engineering

Derek Hatley, Peter Hruschka, Imtiaz A. Pirbhai:
Process for System Architecture and Requirements Engineering
Vorsicht Software-Entwickler! Dieses Buch ist nicht für Sie. Es spricht System Engineers an, die Produkte mit mehreren Technologien bauen (HW, SW, Mechanik, Elektrik, ..). Auch wenn die Notation durch die Standardisierung veraltet wirkt - der Prozessvorschlag ist noch sehr relevant.

Agile Softwareentwicklung für Embedded Real-Time Systems mit der UML

Peter Hruschka, Chris Rupp:
Agile Softwareentwicklung für Embedded Real-Time Systems mit der UML
Weniger eine Einführung in UML sondern pragmatische Tipps für Software-Entwickler von technischen Systemen, welche Schritte auf dem Weg von vagen Vorgaben bis zum fertigen System essentiell sind. UML ist dabei das Mittel zum Zweck. Sie lernen, wann und warum welches Diagramm nützlich ist.

Moderne Software-Architektur

Johannes Siedersleben:
Der Autor, langjähriger Mitarbeier und Research Fellow der renomierten Firma sd&m, stellt die Grundlagen der QUASAR Architektur vor. Sie lernen die zentralen Aspekte von Komponenten und Schnittstellen kennen. Siedersleben beschreibt prägnant und anwendbar, wie Sie in konkreten Projekten angemessene Komponenten identifizieren können - diese ca. 20 Seiten zählen unserer Meinung nach zu den hilfreichsten Publikationen unseres Fachgebietes.

Die Beispiele sind in Java formuliert - einige Grundkenntnisse dieser Sprache helfen bei der Lektüre ungemein weiter.
Unsere Empfehlung: Lesenswert.

Bringing Design to Software

Terry Winograd
Bringing Design to Software
Eines meiner Lieblingsbücher. Enstanden durch intensive Nachbearbeitung aus einem interdisziplinen 3-Tage Workshop, wo sich Designer aus unterschiedlichsten Domänen getroffen haben. Deren Erkenntnisse wurden von Terry in die Welt der Software übertragen. Schöne Urlaubslektüre für Denkanstöße. (PH)

Effektive Software-Architekturen - ein praktischer Leitfaden

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Gernot Starke: Mittlerweile in der dritten Auflage - gewachsen und gereift, praxisnah und pragmatisch!


Eine pragmatische Einführung in das Themengebiet "Software- Architekturen".
(ok - wir sind vorbelastet, daher einige Auszüge der Kritiken bei Amazon:)


* "Erstklassige Fachliteratur muss nicht langweilig sein..."
* "cooles Buch über Software-Architektur..."
* "Leitfaden zur Entwicklung von Enterprise-Architekturen.."
* "Hohe Dichte von Best-Practices..."
* "Endlich einmal ein praxistaugliches Buch über Software- Architekturen..."


Pattern-orientierte Software-Architektur - Ein Pattern-System

Frank Buschmann, Regine Meunier, Hans Rohnert, Peter Sommerlad, Michael Stal:
Pattern-orientierte Software-Architektur - Ein Pattern-System
Echte Pflichtlektüre für Software-Architekten: Der erste Band der POSA-Reihe beschreibt grundlegende Architekturmuster wie Schichten (Layer), Model-View-Controller, Pipes & Filter und andere.

Evaluating Software Architectures - Methods and Case Studies

Paul Clements, Rick Kazman, Mark Klein:
Evaluating Software Architectures - Methods and Case Studies
Dieses Buch fasst die langjährige Forschung und Erfahrung des SEI zu Bewertungsmethoden von Software-Architekturen zusammen. Sie lernen die szenariobasierten Ansätze kennen, mit denen Sie Architekturen hinsichtlich konkreter Qualitätsmerkmale auf ihre Eignung hin überprüfen können.
Erwarten Sie keinen Algorithmus, der Ihnen auf Basis einer Architekturbeschreibung eine Note liefert - aber erwarten Sie eine Menge Tipps, wie Sie zu transparenten, nachvollziehbaren und (ziemlich) objektiven Bewertungen kommen können. (GSt.)

Naked Objects

Richard Pawson, Robert Mathews
Naked Objects
Wiley, 2002.
Keine Sorge - niemand steht hier nackt dar. Die Autoren vertreten die These "back-to-the-(object-)roots" in seltener Konsequenz: Sämtliche technischen Aspekte objektorientierter Systeme, insbesondere die gesamte Benutzungsoberfläche, gehört in den (nakedobjects-) Framework.
Ein kontroverser Ansatz - aber sicherlich für manche Projekte eine echte Alternative. Übrigens passt das Buch leider nicht mehr zum aktuellen Stand der gleichnamigen (freien) Software...

Aspect-J in Action

Ramnivas Laddad
Aspect-J in Action
Manning, 2004.
Aspektorientierung ist sicherlich nur für technisch angehauchte LeserInnen interessant - WIE interessant das klärt dieses Buch. Ich (GSt) habe die ersten Teile verschlungen - und freue mich auf auf den Rest. Klar geschrieben, hilfreiche Beispiele - lesenswert!

Enterprise SOA: Service-Oriented Architecture Best Practices.

Dirk Krafzig, Karl Banke & Dirk Slama: [Krafzig+04]
Enterprise SOA: Service-Oriented Architecture Best Practices.
Prentice Hall, 2004.
Eine aus meiner (GSt) Sicht gute Einführung in das Thema - die Autoren schreiben aus praktischer Sicht, ohne jedoch in einzelne Technologien abzudriften. Sehr schön: Das Konzept der klassifizierten Services sowie die systematische Begriffsbildung rund um Services.

Enterprise Application Integration

Wolfgang Keller
Enterprise Application Integration
dpunkt, 2002
Als Einführung, Überblick und Nachschlagewerk für Integrationsprojekte sehr empfehlenswert. Wolfgang Keller bringt seine grosse Erfahrung mit EAI gut lesbar und verständlich zu seinen Lesern. Es klärt Begriffe, Technologien und Modelle zu EAI - ohne zu tief in Einzelthemen abzugleiten.
Falls Sie (oder Ihre Mitarbeiter oder Ihr Chef) sich mit EAI beschäftigen, dann ist dieses Buch ein hervorragender Einstiegspunkt.

MDA Distilled - Principles of Model-Driven Architecture

S. Mellor, K. Scott & Axel Uhl:
MDA Distilled - Principles of Model-Driven Architecture
Addison-Wesley, 2004.
Eine Einführung von echten Experten (Tipp: Buch lesen und versuchen, Dr. Axel Uhl mal "live" zum Thema MDA zu erleben).

Generative Software-Entwicklung mit der MDA

Klaus Zeppenfeld, Regine Wolters:
Generative Software-Entwicklung mit der MDA
Elsevier/Spektrum, November 2005
Eine leicht verdauliche Einführung, primär für Neulinge der Materie. An einem konsequent UML-konformen Beispiel (WebLandwirt!) entsteht aus einer rein fachlichen Modell eine kleine Anwendung. Müsste viel länger sein, viele (für die Praxis notwendige) Details fehlen... aber vielleicht gibt's ja eine nächste Auflage...

Modellgetriebene Softwareentwicklung.

Markus Völter, Thomas Stahl:

Modellgetriebene Softwareentwicklung.
dpunkt-Verlag, 2005.
Hier trafen sich zwei Praktiker zum Thema der modellgetriebenen Entwicklung. Der eine (Thomas Stahl) ist geistiger Vater des openArchitectureWare Generators, der andere (Markus Völter) gehört zu den Guru's der IT-Berater-/Schreiberbranche.
Sowohl für Manager als auch für Teckie's interessant.

Mittlerweile gibt's die zweite Auflage - erweitert und mit zusätzlichen Autoren... die haben wir allerdings noch nicht zuende gelesen :-)

UML 2 glasklar

Mario Jeckle, Chris Rupp, Barbara Zengler, Jürgen Hahn, Stefan Queins
UML 2 glasklar
Eine pragmatische Einführung in die aktuelle Version der Standard- Modellierungssprache UML. Die Autoren konzentrieren sich auf die wesentlichen Diagrammarten - wohl wissend, dass dabei einige Besonderheiten und Extravaganzen der UML 2.0 aussen vor bleiben.
Aus unserer Sicht sehr praxisnah!

Mastering the Requirements Process

Suzanne & James Robertson
Mastering the Requirements Process
Das Standardwerk zum Requirements-Engineering von zwei echten Koryphäen. Besondes lesenswert.
Die beiden Autoren sind Initiatoren der (englischen) Volere-Website.

Requirements-Led Project Management - Discovering David's Slingshot

Suzanne & James Robertson
Requirements-Led Project Management - Discovering David's Slingshot
Addison-Wesley, 2004.
Die Auswirkungen von Requirements-Management für Projektleiter.
Spannende Diskussion der Schnittstellen zwischen diesen beiden Rollen. Definitiv lesenswert.

Groovy in Action

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Dierk König: Groovy in Action. Manning, 2007. Ein tolles Buch - weckt Spass an der Lektüre, lädt buchstäblich zum Programmieren ein.

Your passion is programming? You're fluent in Java? Then you'll love GINA - akronym for "Groovy in Action". And you'll put the Ruby-Pickaxe aside....

Dierk and his co-authors did a truly marvelous job: clear structure, highly (and I really mean HIGHLY) motivating language plus the best language-intro I read for a very long time... (and I've read quite a few during the last 20 years, believe me...)

GINA is made up from three parts: language intro, library intro and practical tipps, each part approx. 5 chapters.

Lets start with the language intro: After reading a few pages I could not stop - a real page-turner. Brilliant examples - they use java's assert-statement to make the intention of every example crystal-clear, a pattern which I have never encountered before - congratulations to this idea and its perfect realization throughout the book!

In the library part you'll find intro to groovy builders, database and XML development and the integration of Groovy in "conventional" java programms. Imho the authors again did a great job in choosing proper samples and making them transparent to us readers.

Finally, more than 100 pages on everyday solutions - a nice selection.

My personal summary: Go, get it! I liked it better than Pick-Axe (which I really adore!). The only other in quality is "Practical Common Lisp" by Peter Seibel (too sad that nobody uses Lisp these days...) - all other
programming books I know really fall behind

Enterprise Integration Patterns.

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Gregor Hohpe et. al. Gründlich, fundiert, gehaltvoll (und zeitlos!)

DAS Highlight der Patterns-Literatur. Gregor Hohpe hat ein ungeheuer gutes Gespür für aussagekräftige Diagramme, und für das Buch eine sehr praktische Notation entwickelt, die seine Muster sehr leicht lesbar und verständlich halten.

Daneben ist das Buch auch noch besonders gut geschrieben - keine Spur der Trockenheit, die allzu vielen
IT-Büchern anhaftet.

Fazit: IT-Architekten, kaufen, aber flott. Ich besitze das Buch seit 2003 - und habe es mehrfach
wirklich praktisch nutzen können - es hat über die Jahre nichts an Aktualität verloren.

SOA: Planning and Implementation Guide.

marks-soa
Erik Marks: Gruselig schlecht - wenig informativ, kaum lesbar.

Die Autoren erheben den Anspruch, den state-of-the-art in SOA planning darzustellen Dem werden sie in keiner Weise gerecht. Im Text finden sich immer wieder längere Listen von Fragen, zu denen das Buch leider keine Antworten gibt. Die Gliederung insgesamt ist recht logisch, die ersten beiden Kapitel (Introduction, General Model for Services) empfand ich als durchaus lesenswert. Das Buch ist komplett technikfrei, jedoch als Business-Buch auch wenig konkret.

Abzüge in der Wertung gibt es für reihenweise Textwiederholungen: Doppelt geschrieben wird der Text auch nicht besser, sondern ärgert den aufmerksamen Leser. Ebenso fand ich identische Abbildungen, beides vermutlich Resultat eines lieblosen Lektoratsprozesses.

Die Autoren führen im Laufe des Buches eine hübsche, aus meiner Sicht aber völlig nutzlose, Notation für SOA?s ein. Wenn es konkreter wird (an genau einer einzigen Stelle im Buch) müssen sie dann aber doch wieder die bewährte UML zu Rate ziehen ? und setzen diese noch ungeschickt ein. Fazit: Viele Aspekte haben die Autoren angesprochen, keinen davon wirklich abschließend klären können.

Fazit: Finger davon lassen.

Management von IT-Architekturen

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Gernot Dern: In der zweiten Auflage NOCH besser geworden!

Ich mochte schon die erste Auflage (worin Herr Dern auf hervorragende Weise die IT-Architekturpyramide motiviert und erklärt) - und in der zweiten ist noch ein echter "Schatz" hinzugekommen: Ein Falbeispiel der strategischen IT-Planung (Kapitel 12): Meiner Meinung nach lohnt alleine dieses Kapitel die Investition.

Alternativ: IT-Unternehmensarchitektur (von Wolfgang Keller, dpunkt). Auch 5 Sterne - ganz anderer Stil. Für mich sind beide Bücher ein "must-have" im Bücherschrank ernsthafter IT-Architekten (also solche Menschen, die über den Tellerrand einzelner Software-Systeme schauen müssen oder möchten).