Domain-Driven Design

evans-ddd
Eric Evans, Addison-Wesley, 2005. Teils genial - aber stellenweise langatmig.

Dieses Buch gehört für mich zu den "Klassikern" - weil Evans als erster Autor die Kluft zwischen Analyse und Architektur/Implementierung mal gründlich und systematisch bearbeitet!

Seine "Building Blocks of Domain Driven Design" (Entities, Services, Repositories, Factories etc.) zeigen endlich mal einen systematischen Weg von fachlichen zu technischen Klassenmodellen auf - sehr lesenswert!

Leider fällt der zweite Teil des Buches doch sehr ab - da wird der Stoff anekdotenhaft und teilweise zusammenhanglos. Diese Hälfte hätte Evans besser schreiben können (da springt dann Jimmy Nilson mit seinen DDD-Patterns in die Bresche!)

Fazit und vergleichbare Bücher: Die frei verfügbare Kurzfassung von A. Avram von infoQ ist ein allzu stark gekürzter Abklatsch der (faszinierenden) Thematik - aber zum ersten Einstieg reicht es sicherlich aus. Wer modelliert, sollte das Original lesen.

Naked Objects

Richard Pawson, Robert Mathews
Naked Objects
Wiley, 2002.
Keine Sorge - niemand steht hier nackt dar. Die Autoren vertreten die These "back-to-the-(object-)roots" in seltener Konsequenz: Sämtliche technischen Aspekte objektorientierter Systeme, insbesondere die gesamte Benutzungsoberfläche, gehört in den (nakedobjects-) Framework.
Ein kontroverser Ansatz - aber sicherlich für manche Projekte eine echte Alternative. Übrigens passt das Buch leider nicht mehr zum aktuellen Stand der gleichnamigen (freien) Software...